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Führen Sie ein Kopfschmerz- und Migränetagebuch!


Sicherlich ein bisschen sarkastisch ist diese alte Volksweisheit, aber zutreffend: "Beim heutigen Kopfschmerz denkt man nicht mehr an den gestrigen!" Und genau aus diesem Grund sollten Sie, wenn Sie wiederholt unter Kopfschmerzen leiden, ein Kopfschmerz- oder Migränetagebuch führen, in dem Sie alle Ihre Beobachtungen während eines akuten Anfalls sofort niederschreiben. Denn: Morgen haben Sie vieles von dem, was eventuell von Bedeutung sein könnte, bereits wieder verdrängt. Siehe oben!

Ungezählten Betroffenen haben derartige Aufzeichnungen bereits geholfen. Denn: Durch das regelmäßige Aufschreiben sind ihnen beispielsweise völlig überraschende Zusammenhänge zwischen dem Auftreten ihrer Kopfschmerzen und bestimmten Aktivitäten oder gar Lebenssituationen klar geworden, auf die sie ohne ein solches Tagebuch wahrscheinlich niemals gestoßen wären.

Auch wenn das Führen eines Tagebuches Sie natürlich etwas Zeit und Mühe kostet: Bedenken Sie, wie viel wertvolle Lebenszeit und -qualität Sie bereits durch Ihre Kopfschmerzen eingebüßt haben! Immerhin besteht die Chance, dass sich die wenigen Minuten, die Sie in Ihr Kopfschmerztagebuch investieren, mit ungezählten Stunden Schmerzfreiheit bezahlt machen - und Ihnen damit eine neue Lebensqualität bescheren.

Auch Ihr Arzt wird das Führen eines Tagebuchs befürworten. Ihre Aufzeichnungen können ihm dabei helfen, Ihnen die richtigen Empfehlungen für Ihre Lebensführung zu geben und auf Anhieb die richtige Therapie zu finden.

 

Welche Angaben sollte ein solches Kopfschmerz- oder Migränetagebuch enthalten?

  Uhrzeit des Beginns und des Abklingens der Kopfschmerzen
  Schweregrad der Kopfschmerzen: mäßig, mittelstark, stark, unerträglich
  Ort der Kopfschmerzen: Schläfe oder Hinterkopf, an der Oberfläche oder in der Tiefe, einseitig, beidseitig oder wechselnd
  Art der Kopfschmerzen: Dröhnen, Hämmern, Pochen, Pulsieren, Stechen, Bohren
  Art möglicher "Begleiterscheinungen" (beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Sehstörungen, Geräuschempfindlichkeit, Lichtempfindlichkeit)
  Mögliche Auslöser
  Name und Dosierung des Medikaments, das Sie dagegen eingenommen haben
  Wirkung des Medikaments nach Schulnoten: sehr gut bis ungenügend
  Andere Maßnahmen, die Sie unternommen haben (z.B. Entspannungsübungen, Bettruhe)
  Wirkung auch dieser Maßnahmen nach Schulnoten: sehr gut bis ungenügend.