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Was Sie dem Arzt sagen sollten!

Alles halb so schlimm! Oder: Das wird schon irgendwann wieder vorbeigehen!
Kommen Ihnen diese Aussagen vertraut vor? Immerhin klagen beispielsweise in Deutschland mehr als 70 Prozent der Bürger über gelegentliche Kopfschmerzen. Das sind knapp 60 Millionen Menschen. Die meisten von ihnen greifen erst einmal zu probaten Hausmittelchen oder zu rezeptfreien Schmerzmitteln, beispielsweise zum millionenfach bewährten Aspirin®. Meistens sind die Kopfschmerzen dann binnen kurzem wieder vergessen.

Sicherlich ein erheblicher Vorteil für das ohnehin finanziell strapazierte Gesundheitswesen, manches Mal aber dann doch ein Nachteil für den Betroffenen. Denn: Sind seine Kopfschmerzen, die er anfänglich auf die leichte Schulter nahm, erst einmal chronisch geworden, dann wird eine erfolgreiche Behandlung ungleich schwieriger, vor allem aber langwieriger.

In einer Umfrage unter Kopfschmerz- und Migränepatienten gaben 46 Prozent an, vom Arzt nicht richtig verstanden zu werden, und immerhin 31 Prozent, ihnen sei nicht zu helfen. Das muss nicht sein! Daher ist es ungeheuer wichtig, dass Sie Ihrem Arzt die Merkmale Ihrer Kopfschmerzen und deren Ablauf möglichst präzise schildern.

Nehmen Sie sich daher bereits vor Ihrem Arztbesuch ausreichend Zeit, um die folgenden Fragen zu beantworten, die er Ihnen in ähnlicher Form ebenfalls stellen wird. Ratsam ist es, sich die Antworten aufzuschreiben und in die Sprechstunde mitzunehmen. Dann vergessen Sie nichts von dem, was Sie dem Arzt "eigentlich" sagen wollten.

 
Sind dies Ihre ersten Kopfschmerzen? Oder haben Sie bereits häufiger darunter gelitten? Wenn ja, seit wann?
Wann wurden Ihnen diese Kopfschmerzen bewusst? Nach einer Kopfverletzung? Nach einer körperlichen Anstrengung? Nach einem Wetterumschwung? Nach dem Essen bestimmter Speisen? In einer Stress-Situation oder in einer Situation seelischer Anspannung, z.B. nach dem Verlust eines geliebten Menschen?
Wie äußern sich Ihre Kopfschmerzen: Als Druck oder Dröhnen, Pochen oder Pulsieren, Stechen oder Bohren? Ist es mehr ein "heller" oder ein dumpfer Schmerz? Oder beide Arten kombiniert?
Wo treten die Schmerzen auf? An der Schläfe oder am Hinterkopf? Mehr an der Oberfläche oder eher in der Tiefe? Nur an einer Kopfseite oder beidseitig? Immer an derselben Stelle oder wechselnd?
Wie stark sind die Schmerzen? Mäßig, mittelstark, stark, unerträglich?
Dauern die Kopfschmerzen lange an oder sind es mehr episodisch auftretende Attacken?
Leiden Sie zusätzlich unter anderen Beschwerden, die aber offensichtlich nur zusammen mit Ihren Kopfschmerzen auftreten, z.B. Übelkeit oder Brechreiz bis zum Erbrechen, Seh- und Sprachstörungen, Schwindel, Lähmungen, Ohrgeräusche, Triefnase oder tränende Augen? Sind Sie während Ihrer Kopfschmerzen besonders licht- und geräuschempfindlich? Schlafen Sie schlecht?
Haben Sie derzeit auch noch andere Erkrankungen? Etwa Probleme mit den Augen oder Ohren, eine Stirn-, Kiefern- oder Nebenhöhlenentzündung, Zahnschmerzen, Bluthochdruck oder Herzbeschwerden?
Leiden oder litten auch Ihre Eltern oder Geschwister häufig unter Kopfschmerzen? Was hat man bei ihnen diagnostiziert?
Haben Sie sich bereits einmal oder mehrfach wegen Kopfschmerzen behandeln lassen? Mit welchen Maßnahmen oder Medikamenten? Mit Erfolg?

Überlegen Sie sich auch eine Antwort zu "persönlicheren" Fragen, die Ihr Arzt Ihnen wahrscheinlich stellen wird:
Welche berufliche Tätigkeit üben Sie aus? Arbeiten Sie häufig am PC? Müssen Sie lange stehen oder sitzen? Haben Sie das Gefühl, sich dabei zu verkrampfen?
Haben Sie Probleme in Ihrem Beruf oder auch im Privatleben? Stehen Sie unter Stress? Haben Sie Angst, überfordert zu sein oder gar zu versagen?
Sind Sie in letzter Zeit antriebs- oder lustlos geworden, gereizt oder sogar aggressiv?