Kontakt | Sitemap | English
Home Interessante Themen Produkte News und Events
Interessante Themen
Gegen die Hölle im Kopf
Editorial
Migräne
Aktueller Stand der Forschung
Ihre wichtigste Aufgabe
Spannungskopfschmerzen
Diagnose
Der erste entscheidende Schritt
Das kann Ihre Migräne auslösen
Eine wichtige Hilfe
Therapie
Aspirin® Wie und warum ...
Aspirin® Akute Attacken ...
Broschüren downloaden
Reisethrombose
Alles über Schmerz
Herz-Kreislauf Risikomanagement
Die ganze Welt von Aspirin®
FAQs
Bayer Links
Bayer.com
Consumer Care
BayNews
 
 
Dem Rätsel Migräne auf der Spur

 

Fast 60 Prozent aller Migräniker haben das Gefühl, von "den anderen" nicht verstanden zu werden. Und sogar 90 Prozent von ihnen meinen, dass die schweren Beeinträchtigungen der Migräne von den Gesunden nicht gesehen werden.


Über die Ursachen der Migräne als ein von vielen als unerträglich empfundenes Leiden haben sich über viele Jahrzehnte hinweg weltweit Kopfschmerz- und Migräneforscher Kopf- schmerzen gemacht - bisher vergebens! Eine ganze Reihe von Vermutungen wurden an- und Hypothesen aufgestellt: von einer Erkrankung der Blutgefäße im Gehirn bis zur psychischen Störung mussten alle nur denkbaren Erklärungen herhalten. Seien Sie beruhigt: Um beides handelt es sich bei Ihrer Migräne mit Sicherheit nicht!

Mithilfe hochmoderner Diagnoseverfahren wie Magnetresonanz-Imaging (MRI) und Positronen-Emissions-Tomographie (PET) lässt sich die Migräne heute in ihren Auswirkungen auf das Gehirn bildlich sichtbar machen und sogar messen. Aufnahmen, die während eines Migräneanfalls vom Gehirn gemacht werden, zeigen, dass bei den Betroffenen eine bestimmte Zone des Mittelhirns beschädigt ist und durch jeden Anfall weiter geschädigt wird. Es ist jenes Gehirnareal, das als Schmerzkontrollzentrum gilt. Ist es beschädigt, schaltet es sich offensichtlich nicht mehr ein, um Schmerzen zu verhindern - die "Hölle im Kopf" beginnt! Fortwährender Kopfschmerz lässt die Schädigung weiter fortschreiten - und damit die Schmerzkontrolle immer mehr aus den Fugen geraten. Die Experten vermuten, dass dieses Gehirnareal bei Migränikern bereits von Anfang an funktionsgestört ist, eventuell aufgrund einer genetischen Veranlagung. Diese Schädigung ist - da sind sich die Wissenschaftler allerdings sicher - nur einer von mehreren Faktoren, die Migräne verursachen können.

Weitere Faktoren wurden mithilfe der Molekularbiologie und der Genomforschung entdeckt. Aller Wahrscheinlichkeit nach sind auch krankhafte Veränderungen (Mutationen) eines bestimmten Gens dafür verantwortlich, dass es zur Migräne kommt. Unterschiedliche Mutationen dieses Gens lösen verschiedene Krankheiten aus, so beispielsweise die seltene "familiäre hemiplegische Migräne", die mit einer mehrstündigen bis mehrtägigen einseitigen Lähmung (Hemiplegie) einhergeht. Inzwischen häufen sich die Beweise, dass Mutationen dieses Gens auch am Entstehen der herkömmlichen Formen der Migräne mit und ohne Aura beteiligt sind. Wie kommt es von der Mutation des Gens zur Migräne? Welche Mechanismen stecken dahinter? Das sind die brennend aktuellen Fragen, die derzeit die Migräneforschung beschäftigen.

 
Mittlerweile weiß man auch mehr über einige vom Körper selbst hergestellte so genannte Botenstoffe, die in dem "multifaktoriellen" Migräne-Geschehen eine wichtige Rolle spielen. Da ist beispielsweise Serotonin, ein Botenstoff, vielen als "Glückshormon" bekannt. Wenn es jemandem zeitweise an diesem Botenstoff mangelt, macht es ihn jedoch eher unglücklich: Er erleidet mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit einen Migräneanfall. Serotonin hat unter anderem die Aufgabe, die Blutgefäße im Gehirn zu verengen oder zu erweitern. Bei einem Serotonin-Mangel verengen sich die Gefäße im Gehirn - dadurch wird die Durchblutung vermindert, Grund für die migränetypische Übelkeit, für Wahrnehmungsstörungen, Gereiztheit usw. Kurz darauf erweitern sich die Gefäße wieder und das Blut strömt vermehrt ins Gehirn - eine Erklärung für die wellenartig an- und abschwellenden pochenden Kopfschmerzen, die den Migräniker im Hauptstadium einer Attacke überfallen. Auch dem körpereigenen Botenstoff Stickstoffoxid (NO) wird inzwischen eine wesentliche Rolle bei der Entstehung der Migräne zugeschrieben. Auch NO wirkt gefäßerweiternd und scheint außerdem die Aufgabe zu haben, Schmerzen zu verstärken. Produziert der Körper aus irgendwelchen Gründen mehr Stickstoffmonoxid als "normal", dann führt dies sofort zu migräneartigen Kopfschmerzen, die bei einem Migräniker allerdings sehr viel stärker ausgeprägt sind als bei Gesunden. Die genauen Mechanismen, über die NO wirkt, müssen noch aufgeklärt werden.

Fest steht aber auch, dass es in bestimmten Situationen durch so genannte Auslösefaktoren (Trigger) zu Veränderungen im Gehirn kommt, möglicherweise auch zu einer Entzündung der Blutgefäße. Durch diese Entzündung werden vermutlich die Schmerzrezeptoren im Gehirn so empfindlich, dass allein schon das Pulsieren der Blutgefäße den typischen pochenden Migränekopfschmerz bewirkt. Mehr über diese Trigger und Tricks, wie Sie diese aufspüren und ausschalten können, lesen Sie in dieser Broschüre.