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Die ganze Welt von Aspirin®


  "Der gewöhnliche Mensch lebt heute leichter, bequemer und sicherer als früher der Mächtigste. Was schert es ihn, dass er nicht reicher ist als andere, wenn die Welt es ist und ihm die Straßen, Eisenbahnen, Hotels, Telegraph, körperliche Sicherheit und Aspirin® zur Verfügung stellt."

José Ortega y Gasset,
spanischer Philosoph
(Aufstand der Massen)

Die Geschichte von Aspirin® begann vor mehr als 3.500 Jahren
  Die Medizin-Chronisten geben zwar 1897 als das Geburtsjahr von Aspirin® an - eigentlich aber begann die spannende Geschichte des bisher bekanntesten Arzneimittels der Menschheitsgeschichte bereits vor mehr als 3.500 Jahren.
Der Papyrus Ebers, die von dem deutschen Ägyptologen Georg Ebers im vergangen Jahrhundert von einem ägyptischen Straßenhändler gekaufte Sammlung von 877 Heilrezepten aus der Mitte des zweiten vorchristlichen Jahrhunderts, empfahl gegen Rheuma- und Rückenschmerzen einen Aufguß aus trockenen Myrteblättern.
Rund tausend Jahre später verordnete Hippokrates von Kos, der Urvater aller Ärzte, gegen Fieber und Schmerzen, so auch gegen Geburtsschmerzen, einen Saft, der aus der Rinde des Weidenbaums gewonnen wurde. Der Wirkstoff aus diesem Saft, der die Schmerzen tatsächlich lindert, ist - wie man heute weiß - die Salicylsäure. Ihr Name deutet auf diesen Ursprung hin. Er ist abgeleitet von dem lateinischen Wort für die Weide: salix. Genau diese Salicylsäure ist - auch das ist inzwischen bekannt - ebenfalls in den Myrteblättern enthalten, die den Ägyptern gegen Schmerzen halfen.

Bioverfügbarkeit: Der kleine Unterschied
  Acetylsalicylsäure (ASS) ist noch lange nicht gleich Acetylsalicylsäure - ein Satz, der nur den medizinischen Laien verwundert.
Denn: Jeder Mediziner weiß, dass es bei einem Medikament nicht alleine auf den Wirkstoff ankommt, sondern auf eine ganze Reihe ebenso wichtiger "Begleiterscheinungen". Nur dann wird eine optimale Bioverfügbarkeit gewährleistet. Mit einfachen Worten erklärt: Der mit den richtigen Hilfsstoffen kombinierte Wirkstoff muß zur richtigen Zeit in der richtigen Menge am richtigen (Wirk-)Ort sein!
Ihre jahrzehntelange Erfahrung, ein umfangreiches galenisches Know-how und die Kompetenz in der Herstellung einer stets gleichbleibenden hochwertigen Wirkstoff-Qualität hat den Bayer-ASS-Experten in der Optimierung der Bioverfügbarkeit immer wieder einen Vorsprung vor den Mitbewerbern verschafft.
Im Laufe der Jahrzehnte warten sie mit zahlreichen innovativen Formulierungen auf, die teilweise sogar Galenik-Geschichte geschrieben haben: von der Brause- bis zur Kautablette. Gerade das macht den kleinen, aber für den Patienten durchaus entscheidenden Unterschied von Aspirin® und anderen ASS-Präparaten aus. Und so gilt nach wie vor: Das Original von Bayer ist - ganz gleich, wo es auf der Welt hergestellt wird - von gleichbleibend hoher Qualität.

Von der Erde zum Mond


  Würde man die jährlich hergestellte Menge Acetylsalicylsäure ausschließlich in klassische 500-Milligramm-Tabletten pressen, so könnte man mit den daraus gewonnenen Tabletten bequem eine Kette von der Erde bis zum Mond und wieder zurück bilden.
Aspirin® auf dem Weg zum Mond
  Als Dr. Charles Berry, der medizinische Direktor der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA, im Jahre 1969 die Bordapotheke der Mondfähre "Apollo 11" mit Bayer Aspirin® bestückte, lobte er das exakt 70 Jahre zuvor auf den Markt gekommene Medikament mit den Worten: "Aspirin® wird als Standardmittel bestimmt bis in alle Ewigkeit benutzt werden." So wie es heute aussieht, könnte er wohl recht behalten. Aus der inzwischen 100jährigen Story des Medikaments scheint in der Tat eine unendliche Geschichte zu werden. Eines der fesselndsten Kapitel der Medizingeschichte ist sie schon jetzt.